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International Baccalaureate (IB) – Globale Bildung mit Zukunft

International Baccalaureate

Das International Baccalaureate (IB) gilt weltweit als anspruchsvolle und vielseitige Schulbildung, die Schüler hervorragend auf das Studium und das Leben in einer globalisierten Welt vorbereitet. Auch im deutschsprachigen Raum – also in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) – gewinnt das IB zunehmend an Bedeutung. Viele internationale Schulen sowie einige staatliche Einrichtungen bieten inzwischen das IB Diploma Programme (IBDP) an. Doch was macht das IB besonders? Und was sollten Schüler und Eltern bei der Entscheidung für diesen Bildungsweg beachten?

Was ist das IB?

Das IB ist ein internationales Bildungsprogramm mit Sitz in Genf, das vier Programme für verschiedene Altersstufen anbietet. Das Diploma Programme richtet sich an Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren und ist in über 150 Ländern etabliert. Es umfasst sechs Fachbereiche, eine 4.000 Wörter umfassende wissenschaftliche Arbeit (Extended Essay), einen Kurs in Erkenntnistheorie (Theory of Knowledge, TOK) sowie die Beteiligung an außerschulischen Projekten (Creativity, Activity, Service – CAS).

Die Abschlussbewertung basiert auf einem 45-Punkte-System, wobei 42 Punkte durch Fachleistungen und 3 durch TOK und den Extended Essay vergeben werden.

Vorteile des IB

In einer zunehmend globalisierten Bildungslandschaft bietet das IB viele Vorteile, die auch für Schüler in Deutschland, Österreich und der Schweiz attraktiv sind:

  • Internationale Anerkennung: Das IB wird von Universitäten weltweit akzeptiert – besonders geschätzt in Großbritannien, den USA, Kanada, Australien und den Niederlanden.
  • Hochschulzugangsberechtigung: In allen drei Ländern gilt das IB bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen als gleichwertig zur nationalen Hochschulreife (Abitur, Matura).
  • Sprachliche Förderung: Viele IB-Programme werden bilingual oder komplett in Englisch angeboten, was Schülern Zugang zu englischsprachigen Studiengängen erleichtert.

Anerkennung und Besonderheiten im DACH-Raum

Trotz internationaler Standardisierung ist die nationale Anerkennung des IB an bestimmte Bedingungen geknüpft:

  • Deutschland: Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat klare Richtlinien für die Anerkennung des IB als Hochschulzugangsberechtigung. Wichtig sind u.a. bestimmte Fächer auf Higher Level (z. B. Mathematik, Naturwissenschaft, Sprache) sowie der Nachweis über den Unterricht in Deutsch oder ein Deutschniveau auf B2/C1.
  • Schweiz: Das IB wird als gleichwertig zur schweizerischen Matura anerkannt, wenn es bestimmte Kriterien erfüllt. Da viele IB-Schulen internationale Privatschulen sind, ist die Anerkennung meist gut organisiert.
  • Österreich: Auch hier wird das IB grundsätzlich anerkannt, allerdings müssen bestimmte Fächerkombinationen und Punkte erreicht werden. Zusätzlich kann je nach Studienfach ein Eignungstest verlangt werden.

Grundsätzlich gilt für alle Länder: Die Anforderungen können je nach Hochschule und Studiengang variieren. Es lohnt sich, sich frühzeitig mit der Wunschuniversität in Verbindung zu setzen.

Herausforderungen – und wie man sie meistert

Das IB ist fordernd. Schüler arbeiten intensiv in mehreren Bereichen gleichzeitig, müssen Essays schreiben, Forschungen durchführen und sich in CAS-Projekte einbringen. Die Bewertung ist streng, aber transparent.

Ein häufiger Fehler ist es, das Programm zu unterschätzen oder die Fachwahl nicht auf zukünftige Studienziele abzustimmen. Wer etwa Medizin studieren will, sollte früh darauf achten, dass Biologie oder Chemie auf Higher Level belegt wird – das gilt in allen DACH-Ländern.

Fazit

Das IB bietet es die Möglichkeit, eine international ausgerichtete Ausbildung zu absolvieren, ohne die Anerkennung im Heimatland zu verlieren. Wer bereit ist, Zeit, Energie und Eigenverantwortung zu investieren, dem stehen mit dem IB viele Türen offen – national wie international.


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